Was wir uns dabei gedacht haben

Witja sagt:

Die Videoinstallation selbst funktioniert als Durchgangsprozess. Drei durchsichtige
Leinwände integrieren den Besucher in verschiedene Heimatgefühle und Landschaften.
Die Transparenta, Symbol für Grenzenlosigkeit, taucht in der Videoinstallation als
lichtdurchlässiges Medium wieder auf. Über drei Beamer werden dann unterschiedliche
Orte und Begegnungen mit den Menschen in Europa erlebbar gemacht. Man sieht, was
Jugendliche am nationalen Feiertag ihres Landes so tun bzw. nicht tun. Der Zuschauer
begibt sich dabei in die kleinen und großen Alltagswelten der jungen Menschen und
erfährt eine sehr persönliche Wertigkeit und Identifikation mit den jeweiligen Landes- und
Heimatfarben.

Anne sagt: 30 Minuten lang kann man in der Installation immer wieder auf 18 unterschiedliche Geschichten

und junge Leute am Tag der Wiedervereinigung oder Separation ihres Landes treffen.

Die Installation ist wie ein dreidimensionaler Spaziergang, in dem Teenager mal ihre

Heimat an die Hand nehmen.

Videoinstallation, Witja Frank, Müllers Hand

 

Warum eine so komplexe Videoinstallation, ein Film wäre doch einfacher gewesen?

 

Alex sagt: ... und langweiliger. Es konnte nur eine Videoinstallation werden, denn es geht auch
um einen aktiven Perspektivenwechsel. Das galt für mich mit der Kamera, dies gilt
ebenso für die Besucher in der Installation. Es ist eben keine Frontalansage, die sich
einschränken und festlegen will. Viel mehr ist es eine beobachtende Momentaufnahme,
in der sich die Installationsbesucher frei bewegen können. Bild, Zuschauer und
Projektionsmedium bilden bei „Farbe meiner Heimat“ einen Fluss und sind immer in
Bewegung! Der Besucher wird so in das Gesamtwerk integriert und bleibt kein passiver
Voyeur.



Warum ist der Fokus auf die baltischen Staaten gelegt?

 

Maja sagt:

Weil sich dort in den letzten 20 Jahren für die Menschen viel verändert hat!
Der Aufhänger „Farbe meiner Heimat“ ist eine offene Frage, die wir erzählerisch aufgreifen
und in der Videoinstallation sichtbar machen.
Die Idee einer „Heimat“ ist in den baltischen Staaten und Deutschland
insbesondere besonders. Durch die Erlangung der Unabhängigkeit bzw. die
Wiedervereinigung vor 20 Jahren in Berlin, Tallinn, Riga und Vilnius sind diese Städte
sicherlich mehr durchgeschüttelt worden und damit sensibler als z.B. Bern oder Paris.
Da kann ich mich aber auch täuschen!

europa on the rocks

Voraussetzung

Anne sagt: man nehme...


Technik:

3 x Projektoren/Beamer Typ: 4500 ANSI Lumen, Weitwinkel

3 x HD MediaPlayer
2 x TV (einfache Ausführung)

4 x Kopfhörer (einfache Ausführung)
1 x PA 150/200 Watt, Mischpult (Stereo), min. 2 Monitorboxen


div. Kabel, Adapter, Stromversorgung


Raum:
indoor:

optimale Fläche: 15 Meter x 15 Meter

abgedunkelt


outdoor:

out of space: gern 30 Meter x 30 Meter

Juni - Juli ab 20 Uhr


Material:

Leinwände/Transparenta bringen wir mit!